Nutzung von TV & Bewegtbild

Die Faszination des bewegten Bildes: Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der Menschheit

Am Anfang war nicht das Wort, am Anfang war das Bewegtbild: Vor 30 Millionen Jahren, so zumindest geht die Legende, entdeckte ein Menschenaffe an einem Wasserloch in der ostafrikanischen Savanne  die Faszination des bewegten Bildes. Beim Blick in den Tmpel ruft das statische Spiegelbild bei unserem Affen nur ghnende Langeweile hervor. Dann schlgt er mit seiner Hand Wellen, das Spiegelbild bewegt sich erst das fasziniert ihn, zieht ihn in Bann, erregt seine Aufmerksamkeit. Ein kleiner Schritt fr den Affen, ein groer fr die Menschheit. Denn die kleine Geschichte zeigt, was fr einen enorm hohen Stellenwert die Wahrnehmung von Bewegung fr das biologische System des Menschen hat: Bewegtes wird um das X-fache strker und konzentrierter wahrgenommen als ein statisches Bild oder gar ein Text.

 

Die Evolution unseres Gehirns ist weniger fr Texte, statische Anzeigen, Online-Banner oder Plakate ausgelegt, so lautet das zentrale Fazit der Neuroforschung. Nur mit der Wahrnehmung von Bewegung konnten unsere Vorfahren vor Millionen vor Jahren ihre potentielle Beute oder ihre Feinde erkennen und berleben. Bilder sind es, die uns 80 Prozent aller Informationen liefern. Sie fhren den Menschen sicher durch den Dschungel des Lebens. Sie erzhlen uns die Geschichten, die das Leben schreibt, berhren den Menschen, treffen ins Hirn vor allem aber ins Herz. Wenn dann noch der Ton dazu kommt, steigert sich das Erlebte noch einmal um den Faktor 10 der Grund fr die Intensitt des multisensorischen Erlebens von Bild und Ton. Dieses Grundphnomen erklrt bis heute die Faszination fr Schauspiel, Kino, Fernsehen und fr das Bewegtbild im Internet und auf den anderen digitalen Gerten. Das Fazit: Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte, ein Bewegtbild mehr als eine Millionen Worte.

 

Rolle in der digitalen Welt: Siegeszug von Bewegtbild


Audiovisueller Content fasziniert die Menschen deshalb weltweit nicht nur auf dem Fernsehgert, sondern auch im Internet und den anderen digitalen Bildschirmmedien. Auch dort suchen die Nutzer vor allem das, was sie aus dem Fernsehen kennen: bewegte und bewegende Bilder. Sie sind der wichtigste Treiber fr das Internet, sind die Lokomotive der Medienentwicklung und bilden schon heute das Rckgrat der Digitalisierung. Da sich die Nutzung dabei vor allem auf professionell erstellte TV-Inhalte konzentriert, ist die rasante Karriere von Bewegtbild im Internet zu erst einmal nichts anderes als der Beweis fr den Erfolg des Fernsehens. Denn anders als bei den anderen Angeboten im Internet dominiert zumindest beim professionellen Bewegtbild das klassische Publisher-Modell. Es sind die Fernsehsender, die mit ihren Bewegtbild-Angeboten im Internet und auf den mobilen Gerten ganz vorne sind und den Markt bestimmen. Sie sind mit ihren Catch-up-Angeboten auf ihren Websites, mit ihren Online-Videotheken, Mediatheken und Videoportalen der mit Abstand grte Anbieter von professionellem Bewegtbild im Internet. So entfllt nur ein geringer Anteil der Online-Bewegtbild-Nutzung auf professionellen Content, der nicht von klassischen TV-Sendern und Programmanbietern kommt.